...sind doch so gesehen weder etwas Überraschendes noch etwas Neues. Meistens.
Interessant ist die Tatsache, dass meistens nach 4 Wochen alles wieder vergessen und verdrängt ist aus dem öffentlichen Geist.
Beispiele dazu? Klar!
- Tibet ist immer noch besetzt. Interessiert keine Sau mehr.
- Die Chinesen haben im Jahr der Olympiade mehr Menschen hingerichtet als alle anderen Staaten mit Todestrafe zusammen. Interessiert keine Sau. Wurde nicht einmal wirklich öffentlich gemacht.
- Amoklauf von Winnenden? Die Leute sind unter der Erde, der Junge ist tot, und alles, was jetzt noch kommt an "Amoktaten" sind dann "Familiendramen", "Beziehungsdramen" und sonstige euphemistische Umschreibungen.
- Verschärfung des Waffengesetzes? Zwecklos, dazu noch etwas zu schreiben in den Zeitungen: Wenn so viel mit Waffen passieren, dann kann sich der einzelne Politiker nicht mehr profilieren wenn er als erstes nach einem Gesetzesentwurf schreit. Davon abgesehen machen mir die 1,5 Millionen (Schätzwert) illegalen Waffen in Deutschland weit mehr Sorgen.
- Piraten vor Somalia. Ohnehin immer das Gleiche. Schiff wird gekapert, Schiff entkommt, Geisel werden genommen, freigelassen, ermordet oder ausgelöst. Die meisten Konsumenten könnten auf einer Weltkarte nicht einmal Somalia zeigen, wieso also sollte man sich für Piraterie dort interessieren? Ist ohnehin zu weit weg. Und eh immer das selbe. Und so weiter.
- Unruhen in Thailand. Ach bitte. Zu weit weg, viel zu unterschiedliche Mentalität, außerdem versteht hierzulande fast niemand (bis auf wenige Ausnahmen) was die wirkliche Ursache ist und wo die Demonstranten eigentlich hin wollen. Außerdem ist weder USA noch Europa involviert. ALso im Prinzip das aktuelle Tibet.
Und so weiter.
Das sind die Beispiele, die mir auf Anhieb einfallen. Wer noch mehr hinzufügen möchte, kann das gerne tun.
Wir konsumieren Nachrichten mit falschen Emotionen wie wir FastFood konsumieren; es wird gefressen und geschissen und ab und an gekotzt und kurz später ist alles wieder gut bis auf den schlechten Geruch, der noch in der Luft hängt.
Und widerlich ist das schon irgendwie.
Euer
Blackadder
Dienstag, April 14, 2009
Mittwoch, April 01, 2009
Alkohol, oh Alkohol... die Zweite
Wie ich im letzten Beitrag geschrieben hatte, hat sich ja der 21-jährige Jugendliche (Danke, Spiegel) zu Tode gesoffen.
Jetzt weiß man auch warum.
Hier ist zu lesen, dass er alleine an Methanol (wir erinnern uns: Das giftige Zeug, dass bei Selbstgebranntem entsteht, wenns schlecht gemacht ist) schon 2 Promille drinne hatte. Weit weniger davon ist tödlich.
Jetzt kann man sich fragen, wo man in der Türkei um alles in der Welt illegal gebrannten Schnaps kaufen kann. Wahrscheinlich genauso, wie man hier in Frankfurt an illegale Drogen kommt. Man lässt sich ansprechen.
Unabhängig davon meinte bereits einer der Ärzte allerdings, was ich mir ohnehin schon dachte, als ich die Nachricht gelesen habe:
Das Problem war nicht das Methanol. Wer mit 7 Promille Blutalkohol eingeliefert wird, der hat eindeutig andere Probleme als Metahnol.
Aber es war wohl ein Erklärungsversuch wert.
Schmunzelnd,
Blackadder
Jetzt weiß man auch warum.
Hier ist zu lesen, dass er alleine an Methanol (wir erinnern uns: Das giftige Zeug, dass bei Selbstgebranntem entsteht, wenns schlecht gemacht ist) schon 2 Promille drinne hatte. Weit weniger davon ist tödlich.
Jetzt kann man sich fragen, wo man in der Türkei um alles in der Welt illegal gebrannten Schnaps kaufen kann. Wahrscheinlich genauso, wie man hier in Frankfurt an illegale Drogen kommt. Man lässt sich ansprechen.
Unabhängig davon meinte bereits einer der Ärzte allerdings, was ich mir ohnehin schon dachte, als ich die Nachricht gelesen habe:
Das Problem war nicht das Methanol. Wer mit 7 Promille Blutalkohol eingeliefert wird, der hat eindeutig andere Probleme als Metahnol.
Aber es war wohl ein Erklärungsversuch wert.
Schmunzelnd,
Blackadder
Dienstag, März 31, 2009
Alkohol, oh Alkohol...
...du böse Geist.
Ein Jugendlicher ist bei einem Trinkgelage gestorben. Das ist tragisch und hier nachzulesen.
Eine Passage fand ich allerdings sehr erheiternd. Spricht für die geläufige Wichtigtuerei. Zunächst kurz zusammengefasst: Lübecker Berufsschulklasse fährt nach Antalya auf Klassenfahrt, Schüler saufen am Abend (extrem) und am nächsten morgen liegen zwei im Koma und einer ist - mit über 7 Promille - tot.
Nun:
Die Landesregierung soll prüfen, wie das passieren kann.
Ich will dieser Prüfung nicht vorweggreifen, aber ich orakle mal eben aus dem Aschenbecher:
- Es ist eine Klassenfahrt
- EIN Lehrer kann nicht über eine komplette Klasse Übersicht behalten. Das funktioniert im Unterricht schon nicht (bei bis zu 36 Schülern) und erst recht nicht auf einer Klassenfahrt.
- Es sind Jugendliche. Kein Grenzenbewusstsein? Risikofreude? Saufspiele?
und als letzter Punkt:
- Es ist eine Klassenfahrt! Die Jugendlichen sollen da doch nicht kaserniert werden!
Wenn man vermeiden will, dass auf einer Klassenfahrt etwas passiert, dann sollte man die Schüler eine Woche nach Hause schicken. Ständige Alkohol- und Drogenkontrollen sind einfach nicht möglich, es sei denn der Lehrer will sich durch die Unterwäsche seiner Schützlinge wühlen.
Ich habe jedes Verständnis für den Lehrer. Und es braucht keine Landesregierung dafür sondern gezielt eingesetzte Psychologen, die im kleinen Kreise schauen was los ist.
Aufgeregt,
Blackadder
Ein Jugendlicher ist bei einem Trinkgelage gestorben. Das ist tragisch und hier nachzulesen.
Eine Passage fand ich allerdings sehr erheiternd. Spricht für die geläufige Wichtigtuerei. Zunächst kurz zusammengefasst: Lübecker Berufsschulklasse fährt nach Antalya auf Klassenfahrt, Schüler saufen am Abend (extrem) und am nächsten morgen liegen zwei im Koma und einer ist - mit über 7 Promille - tot.
Nun:
Als "erschreckend" bezeichnete Lübecks Oberbürgermeister Bernd Saxe (SPD) die Tatsache, dass "auf Klassenfahrten so viel Alkohol getrunken werden kann, dass anschließend Menschen sterben". Er forderte die Landesregierung von Schleswig-Holstein auf, zu prüfen, wie es auf einer Klassenfahrt in Begleitung eines Lehrers zu einem solchen Vorfall kommen könne.
Die Landesregierung soll prüfen, wie das passieren kann.
Ich will dieser Prüfung nicht vorweggreifen, aber ich orakle mal eben aus dem Aschenbecher:
- Es ist eine Klassenfahrt
- EIN Lehrer kann nicht über eine komplette Klasse Übersicht behalten. Das funktioniert im Unterricht schon nicht (bei bis zu 36 Schülern) und erst recht nicht auf einer Klassenfahrt.
- Es sind Jugendliche. Kein Grenzenbewusstsein? Risikofreude? Saufspiele?
und als letzter Punkt:
- Es ist eine Klassenfahrt! Die Jugendlichen sollen da doch nicht kaserniert werden!
Wenn man vermeiden will, dass auf einer Klassenfahrt etwas passiert, dann sollte man die Schüler eine Woche nach Hause schicken. Ständige Alkohol- und Drogenkontrollen sind einfach nicht möglich, es sei denn der Lehrer will sich durch die Unterwäsche seiner Schützlinge wühlen.
Ich habe jedes Verständnis für den Lehrer. Und es braucht keine Landesregierung dafür sondern gezielt eingesetzte Psychologen, die im kleinen Kreise schauen was los ist.
Aufgeregt,
Blackadder
Dienstag, März 24, 2009
Gerade heute aufgefallen...
...ist mir folgendes:
Unter der Dusche zu stehen, kann das entspannendste sein, was es gibt. Folgendes Bild:
Wir fühlen und schmutzig (körperlich, geistig), und gehen duschen. Ein Quadratmeter für uns, der uns wunderbar empfängt: Heißes Wasser, Dampf, keine Geräusche von außen (in der Regel). Wir hüllen uns in einen wohlig-warmen und cremigen Kokon, spüren den Duft, die frische und lassen das auf uns wirken.
Lassen den Kokon zurück, lassen ihn uns von der Haut streicheln vom heißen Wasser und seinen zarten Fingern.
Und verlassen werden wir jede Dusche, die wir genießen konnten, als frischerer und reinerer Mensch.
Eigentlich doch eine schöne Vorstellunge, nicht?
Euer
Blackadder
Unter der Dusche zu stehen, kann das entspannendste sein, was es gibt. Folgendes Bild:
Wir fühlen und schmutzig (körperlich, geistig), und gehen duschen. Ein Quadratmeter für uns, der uns wunderbar empfängt: Heißes Wasser, Dampf, keine Geräusche von außen (in der Regel). Wir hüllen uns in einen wohlig-warmen und cremigen Kokon, spüren den Duft, die frische und lassen das auf uns wirken.
Lassen den Kokon zurück, lassen ihn uns von der Haut streicheln vom heißen Wasser und seinen zarten Fingern.
Und verlassen werden wir jede Dusche, die wir genießen konnten, als frischerer und reinerer Mensch.
Eigentlich doch eine schöne Vorstellunge, nicht?
Euer
Blackadder
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